Rikscha-Pressekonferenz im KVR, Rikscha-Taxi-Verbot am Marienplatz

München, 1.8.2013: PK „gestürmt“! Rikscha-Krach im KVR.

Liebe Leserinnen und Leser,

Dominic Staat, Pedalhelden

Dominic Staat, Pedalhelden

als Impulsgeber der „pedalbetriebenen Fahrgastbranche“ versuche ich seit 1997, mit dem Kreisverwaltungsreferat stets rechtzeitig in Gespräche einzutreten, um gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Leider ist mir das nur selten gelungen. Dieses Kommunikationsproblem zwischen dem Rikscha-Gewerbe und dem KVR entlud sich heute, als wir mit einer Delegation von Rikschafahrern uneingeladen die Pressekonferenz (PK) von Herrn Dr. Blume-Beyerle besuchten.

Bei seinen Ausführungen in der PK verpackte der KVR-Chef Dr. Blume-Beyerle das zukünftige Rikscha-Taxi-Verbot am Marienplatz ab 10.8.2013 mit blumigen Worten!

Den neuen, uns nun zugeteilten Standplatz halten wir dagegen für geschäftsschädigend, unpraktikabel und v.a. auch verkehrlich problematisch, weil die Fahrbahn an dieser Stelle neben dem Hugendubel in Richtung Rindermarkt sehr eng ist und Probleme mit den übrigen Verkehrsteilnehmern wie Stadtbussen, Lieferverkehr und Fußgängern vorprogrammiert sind.

Mit dem heutigen spontanen „Auftritt“ möchten wir Herrn Dr. Blume-Beyerle und seine KVR-Kollegen zukünftig dafür gewinnen, uns als Akteure des gewerblichen Rikschafahrens anzuerkennen und als Gesprächspartner zu akzeptieren. Gleichzeitig möchten wir die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass es uns ein großes Anliegen ist, unsere modernen Rikscha-Taxis allgemeinverträglich und reibungslos in das Münchner Stadtbild und den Verkehr zu integrieren und für eine offene und rechtzeitige Kritik jederzeit dankbar sind. Nur dann haben wir die Chance, frühzeitig zu reagieren und mit allen Rikschafahrern in München eine Lösung zu finden.

Die Rikscha-Taxis sind aus München nicht mehr wegzudenken! Wir waren hier in München im Jahr 1997 europaweit Vorreiter. Und hätte ich nicht schon vor 15 Jahren für das Rikschafahren „gekämpft“ und als heimlichen Schirmherren Herrn Oberbürgermeister Ude für meine Idee gewinnen können, hätte das Kreisverwaltungsreferat diese grünen Umwelttaxis schon zu Beginn gleich verboten.

Für Neues braucht man Mut! Die „Radlhauptstadt München“ sollte sich zukünftig neben den Belangen und Interessen der Alltagsradler auch denen der Berufsradler stellen und annehmen.

Mit sportlichen Grüßen
Dominic Staat,
Geschäftsführer der Pedalhelden

P.S.: Wir haben schon das „Gegenmittel“ für die eingeschränkten Standplätze: Bestellen Sie ab sofort Rikscha-Taxis oder ConferenceBikes ganz einfach über eine SMS an 0157-38646046 oder über das über www.call-a-tour.de.  Hier können Sie auch Ihren Fahrpreis inkl. Anfahrt/Abfahrt/Bereitstellungskosten berechnen. Mehr Infos über diesen neuen Rikscha-Bestell-Service finden Sie hier!

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Pressemeldung der Pedalhelden vom 01.08.2013 zur Situation der Rikscha-Fahrer am Marienplatz in München.

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Zeitungsberichte über unsere Aktion beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) und über das Rikscha-Verbot am Marienplatz finden Sie hier:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.kreisverwaltungsreferat-pk-gestuermt-rikscha-krach-im-kvr.0bdc78d7-62c1-4b03-b211-cf3ba40d3a37.html
http://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen/rikscha-verbot-in-muenchen-31628104.bild.html
http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/muenchen-aufstand-gegen-rikscha-verbot-marienplatz-3036689.html

 

7 Kommentare

  1. anton

    !!!!!!DANKE!!!!!/ Zitat: „Die “Radlhauptstadt München” sollte sich zukünftig neben den Belangen und Interessen der Alltagsradler auch denen der Berufsradler stellen und annehmen.“ !!! !DANKE!!!!! …idS….

  2. katty debisch

    Leider sind hier wieder die Holzköpfe vom KVR am Werk. Es muss am neuen Standplatz erst mal ein Unfall passieren, dann wird sich schnell eine vernünftige Lösung finden. Schade, dass mit dem KVR keine Lösungen auf Augenhöhe zwischen den beteiligten Parteien zu finden ist. Holzköpfe halt…………

    • anton

      Velen herzlichen Dank für die vielfältigen Bemühungen um für das wertvolle Riksha-„fahren“ etc… . Alles alles Gute ach weiterhin in diesem Sinne!!!! …

  3. Rafael

    Ich fände es sehr erfreulich, wenn das KVR sein Herz von der unzeitgemässen, autoritären „Nein“ Haltung zur Devise „Wenn man will geht alles“ öffnet.
    Es sollte die Interessen kreativer, total positiver Unternehmen wie das der Fahrradrikschas kooperativ unterstützen und der Realisierung neuer, durchaus auch unkonventioneller Projekte in unserer schönen Stadt München Kraft seines Amtes, mit frischem Wind den Weg ebnen.

  4. Schade – Als Tourist muss ich sagen, dass die Stadt München einen Schritt rückwärts geht. München und Rikschas am Marienplatz gehören doch einfach zusammen. Mal ganz von der Umweltverträglichkeit der Rikschas abgesehen.

  5. Andreas

    Reine Schikane seitens des KVR, da ohne Gespräche mit dem betroffenen einfach entschieden wurde. Hier weiß offenbar die linke Hand nicht, was die rechte tut. München will doch „Radlhaupstadt“ sein?? Wie passt es da, dass die CO2-günstigen Transportalternativen alias Rikschas an die Seite und aus dem Stadtbild gedrängt werden sollen? Schulnote: ungenügend – Nachsitzen KVR!

  6. daniel r., agentur

    …viele Leute, die in münchen neue projekte angehen wollen, werden vom kreisverwaltungsreferat ausgebremst. das ist nichts neues. schade dass einige deutsche verwaltungen nicht kooperativer mit den bürgern und unternehmern umgehen können.

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  1. Rikschas am Marienplatz! Vorschlag neuer Haltezonen. Presse-Info. | Die Pedalhelden - [...] Vgl hier: https://pedalhelden.de/rikscha-pressekonferenz-im-kvr/ [...]

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